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Deutschland –Italien 1963


"Mord im Hafen"

Musiktheater von Giacomo Puccini

 



entwickelt als Open Air Projekt für Binnenhäfen, z. B. Duisburg Mercatorinsel  und/oder für besondere Locations, z. B. ehemalige Gießhalle oder Kraftzentrale im Landschaftspark Duisburg - Nord









Die Bilder werden beim Anklicken farbig vergrößert und zeigen den Neuen Hafen von Recklinghausen in der Bauphase August 2007, für dessen Eröffnung wir "Mord im Hafen" vorgeschlagen und konzipiert haben, eine von vielen Aufführungsmöglichkeiten alein hier in NRW.
Photographed by Franziska Fröhlcke


1963


Ende der Adenauerära, Kennedy: „Ich bin ein Berliner“, das Wunder von Lengede, Beginn der bemannten Raumfahrt, Arbeitskräftemangel im Wirtschaftswunderland, Kalter Krieg. Nach dem Mauerbau, 1961, fehlt der Zuzug von Arbeitskräften aus dem Osten, rund 500.000 Gastarbeiter, viele aus Süditalien, Sizilien sorgen für Entspannung auf dem Arbeitsmarkt. Die Mainzelmännchen erscheinen zum ersten Mal auf dem Bildschirm, Deutschland versinkt im Afri-Cola Rausch, Bruno das HB- Männchen geht laufend an die Decke und die Quelle Waschmaschine Marke „Frauenlob“ ist ein Verkaufsschlager. Erstbegegnungen mit italienischen Spaghettis, und italienischer Eiscreme.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


"Wenn auf Capri die rote Sonne..."

Wir gehen an den Aufführungsorten auf eine Entdeckungsreise zurück in das Jahr 1963. Wie sah es damals in der Stadt aus, wo befand sich die erste italienische Eisdiele, das erste italienisches Restaurant, in welchem Viertel, wie lebten und arbeiteten die „Gastarbeiter“ in der Stadt? Plakatmotive aus dieser Zeit, Produktwerbung, politische Plakate, z.B.: „Dreigeteilt Niemals“ vom Kuratorium Unteilbares Deutschland eröffnen die Zeitreise zurück in das Jahr 1963, eine Reise, die dann in den Stadthafen auf einen Binnenlastkahn führt, Spielort der Puccini Oper um Liebe, Eifersucht und Mord.



Blick vom Westufer auf die Anlegestelle MS "Jenny" und Tribünenstandort.

"Mord im Hafen"


Puccini ließ seine Geschichte von Liebe, Eifersucht und Mord, "Il Tabarro" unter den Lastschiffern am Ufer der Seine in Paris spielen. 2010 ist ein Hafen in NRW Schauplatz für unsere atemberaubende Geschichte auf einem Binnenlastschiff beim Be- und Entladen im Jahre 1963 mit Arien, Melodien von Giacomo Puccini aus "La Bohème", "Madame Butterfly", "Il Tabarro"...

Von der Tribüne, 1.200 Sitzplätze, schauen die Zuschauer auf das Schiff, auf die Gangway ans Ufer, auf eine typische Ruhrpottimbissbude der damaligen Zeit. Hafenarbeiter kurz vor Feierabend, Menschen bummeln von der nahe gelegenen Kirmes heran, Vespas  knattern, der Schiffer fährt mit seinem Auto vor,  deutlich zu unterscheiden,  Gruppen von Männern, Italiener, sie stehen für sich, italienisches Stimmengewirr, Liedfetzen, junge Leute sitzen am Ufer, flanieren, man beäugt sich aus der Distanz. 1963, zwei Kulturen, zwei Temperamente, Currywurst und Rotwein, italienisches Eis, Italien, das Urlaubsland Nr. 1, Heimweh und Fernweh vermischen sich, bilden den Hintergrund dieser Geschichte der Lebenslust und -freude mit tödlichem Ausgang.

Das musikalische Pariser Lokalkolorit wird mit Fingerspitzengefühl in eine musikalische Beschreibung des Jahres 1963 in NRW verwandelt. Henning Hagedorn, der gerade die Uraufführung der Kinderoper von Peer Raben für das Dortmunder Theater betreut hat, ist hier im Team vorgesehen, um in den Handlungsablauf eine musikalische Zeitreise in das Jahr 1963 einzuarbeiten von der neapolitanischen Canzone, in Neapel war eines der deutschen Anwerbungsbüros für ausländische Arbeitskräfte, über den Jägerchor aus dem „Freischütz“ bis hin zu „Wenn auf Capri die rote Sonne….“. Ein Sängerkrieg der Kulturen von Ufer zu Ufer bei dem die Herzen der deutschen Mädchen eindeutig dem jungen Italiener zufliegen, der sich hinüberrudern lässt und dessen Stimme weit über das Wasser schallt.

 





Contest Spaghetti gegen Bratwurst und Rotwein gegen Chiantiwein

Der Sängerwettstreit geht in die Pause über, die italienischen „Gastarbeiter“ in der Aufführung richten eine lange Tafel her und servieren Pasta mit italienischen Saucen und Rotwein, Ihnen gegenüber werden Bratwurst, Frikadellen ausgegeben und frisch gezapftes Bier ausgeschenkt.







Aufführungsorte

An allen Wasserstraßen in Deutschland und Österreich bis hin zur Kieler Förde, über all da wo die MS "Jenny" anlegen kann, Platz für eine Tribüne mit 1.200 Sitzplätzen und für die erforderliche Infrastruktur ist. Kontakt und Anfragen über bvpmedia.


Referenzen

Vergleichbar mit „Il Tabarro“ ist die deutsche Neufassung der Puccini Oper „La Bohème“, Regie: Konrad Chr. Göke,  die mit großem überregionalem Erfolg an vielen ungewöhnlichen Orten gezeigt wurde, bei der ARD Sendung "Bios´s Bahnhof Potsdam" zu Gast war und zur Eröffnung der cpd in Düsseldorf für die ARD aufgezeichnet wurde. Der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker würdigte den Erfolg dieser ungewöhnlichen Aufführung gerade bei einem jungen Publikum, als er das Ensemble zum Empfang auf Schloss Bellevue einlud.










Bilder von der MS "Jenny" im Duisburger Hafen. Fotos werden beim Anklicken automatisch vergrößert.
Photographed by Franziska Fröhlcke


Links

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 -  "OpernCircus - OperaSirki"

 -  "Heute Abend - Lola Blau" Erstaufführung der Neufassung des Musicals  von Georg Kreisler

 

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